Mehr als Ruhm und Ehre. Leistungen und Ehrungen griechischer Poleis für siegreiche Athleten

 

Gewinner des Wettrennens im Pferdereiten:
Auf der rechten Seite dieser Panathenäische Preisamphore ( ca. 540 v. Chr.) ist ein Herold zu sehen, der den Sieger proklamiert. Er nennt den Namen des Gewinners, den Namen von dessen Vater, dessen Heimatstadt und den gewonnenen Wettbewerb. In der Mitte ist der Sieger selbst auf seinem Pferd sitzend abgebildet, gefolgt von einem Assistenten, der seinen Preis trägt, einen bronzenen Dreifuß.
(Bild: Foto von © Trustees of the British Museum unter CC BY-NC-SA 4.0 lizensiert)

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat das von Jun.-Prof. Dr. Christoph Begass und Prof. Dr. Christian Mann ausgearbeitete Forschungsprojekt „Mehr als Ruhm und Ehre. Leistungen und Ehrungen griechischer Poleis für siegreiche Athleten“ in vollem Umfang bewilligt.

Antike Athleten, die bei einem der großen Agone siegten, erhielten nicht nur am Wettkampfort Preise von den Ausrichtern, sondern wurden auch in ihrer Heimat ausgezeichnet: Es gab ein breites Spektrum von symbolischen Ehrungen und materiellen Leistungen, am häufigsten werden in den Quellen Ehrensitze, Speisungen im Prytaneion, Geldzahlungen und monatliche Pensionen genannt. Dieses Phänomen wird im Projekt erstmals Gegenstand einer umfassenden Untersuchung, die den gesamten Zeitraum von ca. 500 v. Chr. bis 300 n. Chr. in den Blick nehmen wird. Damit leistet das Projekt einen Beitrag sowohl zur Erforschung des antiken Sports als auch der griechischen Polis.

In der Projektfinanzierung enthalten sind eine Postdoc-Stelle für drei Jahre, die Dr. Marco Tentori Montalto inne hat, und eine internationale wissenschaftliche Tagung, außerdem wird Professor Zinon Papakonstantinou aus Chicago, ein ausgewiesener Experte für diese Thematik, als Mercator-Fellow für ein Semester nach Mannheim kommen.